Wärmepumpe-Rechner

Wärmepumpe und Photovoltaik: Wie viel Solarstrom heizt mit?

Solaranlage und Wärmepumpe gelten als ideales Paar. Für die Heizung stimmt das nur eingeschränkt: Wärmepumpen brauchen den meisten Strom im Winter, Solaranlagen liefern den meisten im Sommer.

Das Problem mit den Jahreszeiten

Ein Süddach in Deutschland liefert nach PVGIS rund 70 % seines Jahresertrags zwischen April und September. Der Heizbedarf liegt zum größten Teil zwischen Oktober und März. Direkt nutzbar ist Solarstrom daher vor allem für Warmwasser im Sommer und an sonnigen Tagen in der Übergangszeit.

Referenzhaus mit 10 kWp

Fulda, bisher 20.000 kWh Gas, Wärmepumpe mit 5.302 kWh Strombedarf. Süddach mit 10 kWp liefert 10.103 kWh im Jahr (PVGIS, 1.010 kWh je kWp). Der Nutzen hängt am Eigenverbrauch:

Eigenverbrauchselbst genutztNutzen im JahrAnlage zurück nach
20 %2.021 kWh1.370 €10,3 Jahre
30 %3.031 kWh1.666 €8,5 Jahre
40 %4.041 kWh1.962 €7,2 Jahre
50 %5.052 kWh2.258 €6,2 Jahre

Wie hoch der Eigenverbrauch im eigenen Haus ist, hängt von Tagesablauf, Wärmepumpe und Warmwasser ab; gemessene Werte haben wir dafür noch nicht. Unser Rechner nimmt 30 % an (Annahme ohne Speicher) – Sie können den Wert ändern. Überschuss wird mit 7,70 ct vergütet (Einspeisevergütung).

Was wirklich hilft

Fazit: Beide Anlagen lohnen sich jeweils für sich. Eine Solaranlage macht die Wärmepumpe nicht zur Gratisheizung, senkt aber die Stromrechnung des ganzen Hauses. Beides für Ihr Haus rechnen.

Quellen: PVGIS © European Union, 2001–2026 (JRC), verändert · Jahresarbeitszahl: Fraunhofer ISE (2025) · Preise: BDEW 08/2026, EU Weekly Oil Bulletin · Einspeisevergütung: Bundesnetzagentur. Details unter Annahmen & Quellen.